Woher Online-Fotos nehmen? Herkunft der Fotos

Heute sind Digital-Kameras weit verbreitet. Ein für eine eigene Web-Seite sollte damit für jeden möglich sein. Gleiches gilt für Artikelfotos bei eBay oder anderen Verkaufsplattformen. Der Vorteil: Der Käufer ist eher bereit eine Ware zu kaufen, von der er sich schon durch Ansehen einen Eindruck machen kann.

Praxis-Tipp: Verkaufe grundsätzlich Artikel mit eigenen Fotos. Herstellerfotos stellen regelmäßig Neuwaren dar und unterliegen dem Urheberecht. Bei Verstößen droht eine Abmahnung!

Selbst gemachte Fotos (HowTo)

Kleine Artikel können vor neutralem Hintergrund (z. B. einem großen schwarzen oder weißen Pappkarton) abgelichtet werden. An selbst gemachten Fotos hast Du die Urheberrechte. Die eigene Berechtigung kann leichter nachgewiesen werden, wenn die entsprechenden Aufnahmedaten in die EXIF- Informationen aufgenommen werden.

Aktuelle Fotos können die Ware und ihren Zustand am besten beschreiben. Diese Art der Fotos ist am wenigsten gefährlich.

Rechts-Tipp: Vermeiden Sie eine besondere Hervorhebung von Marken auf dem Artikel. Seien Sie vorsichtig mit Markenartikeln, die im Nicht-EU-Ausland gekauft wurden: In beiden Fällen kann ein Markeninhaber sonst ggf. doch abmahnen.

Herstellerfotos

Mit Einverständnis des Herstellers eines Artikels können Sie dessen Fotos verwenden. Liegt ein solches Einverständnis nicht vor, können nachträglich Lizenzgebühren im Wege des Schadensersatzes gefordert werden.

Rechts-Tipp: Lassen Sie sich das Einverständnis schriftlich bestätigen. Bei An- und Verkauf von Neuware kann dies gleich mit dem Einkaufsvertrag mitgeregelt werden.

Praxis-Tipp: Vorsicht mit Herstellerfotos bei Gebrauchtwaren! Kunden können sich auf die Beschaffenheit der Ware „wie abgebildet“ berufen. Gebrauchsspuren können Sachmängel sein.

Fremde Fotos führen oft zu Abmahnungen

Werden die fremden Fotos als solche erkannt, werden meist nachträglich folgende Ansprüche gestellt:

  1. Auskunftsanspruch (Dauer und Art der Nutzung)
  2. (Entgangene Lizenzkosten, meist Zuschläge für fehlende Urheber-Namensnennug)
  3. Abgabe einer Strafbewehrten Unterlassungserklärung
  4. Erstattung der Anwaltskosten

Ist das Kind dann in den Brunnen gefallen und die Abmahnung liegt vor, kann meist nur noch eine Verringerung der Kosten errreicht werden.

(se)

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