Nach der Sicherheitsanalyse der Antiviren- und Anti- Forschungszentren von Sophos nutzen Spammer immer mehr unterschiedliche Täuschungstaktiken und Verbreitungswege: Dazu gehört nun auch der Versand von über Social-Network-Plattformen wie oder . Auch dort würden Anhänge mit schädlichen Inhalten (Malware) verbreitet. Es entstünde so eine Datenmenge von bei einer durchschnittlichen Größe von 6 Kilobyte pro Spam und mehr als 18.000 Spams pro Nutzer im Monat von rund 1,3 GB im Jahr für jeden Nutzer! Entgegen der Ankündigung von Bill Gates aus dem Jahre 2004 – darauf wird bei Sophos hingeweisen – sei also das Thema SPAM nicht innerhalb von 2 Jahren erledigt.

Hitliste der SPAM-Länder

In einer Grafik werden in dem Artikel die Läder nach SPAM-Aufkommen in eine (Negaitv-) Hitliste geordnet:

  1. USA 19,8 % (führt also mit größten Abstand)
  2. China 9,9%
  3. Russland 6,4%
  4. Brasilien 6,3%
  5. Türkei 4,4%
  6. Süd-Korea 4,1%

Die deutschsprachinge Länder werde – vileleicht wegen der nicht so leichten Sprache – erst später gelistet: Deutschland mit einem Anteil von (nur) 2,4 Prozent auf dem elften Rang ein – die sonst so unschuldige Schweiz auf Platz 38 (0,35 Prozent) noch vor Österreich auf Platz 44 (0,25 Prozent).

SPAM-Versand und Know-how Diebstahl

SPAM ist nicht nur ärgerlich, denn Ziel sei es, an wertvolle Unternehmens- oder Userdaten zu gelangen. Dies haben die Skandale über frei erhältnliche PIN-Nummern gezeigt. In der Studie heißt es hierzu ausdrücklich:
„Spammer stellten sich im vierten Quartal 2008 gezielt auf die Tatsache ein, dass Web 2.0 Plattformen wie Facebook oder Twitter mittlerweile regelmäßig von Computeranwendern genutzt werden. Online-Kriminelle legen es dabei vor allem darauf an, an vertrauliche Unternehmens- oder Userdaten zu gelangen. Hierfür versenden sie beispielsweise gefälschte Nachrichten und Kontaktanfragen an Social-Network-Anwender oder locken User per Link auf infizierte Websites.“
Der Aspekt des ausspionierens fremder Rechner durch SPAM, die z. B. Spyware transportiert, wird oft unterschätzt. Gerade wenn Unternehmen zur Kontaktpflege ihrer Mitarbeiter auch private Zugriffe – z. B. in Arbeitspausen – über interne Rechner nicht ausreichen überwachen, droht der Verlust von wertvollem Firmen-Know-how.
Erstaunlicher Weise werden diese Aspekte meist nur in Fachzeitschriften aufgegriffen. Der Verfasser dieses Artikels wurde aber auf die neue Sophos-Studie durch eine rühmliche Ausnahme aufmerksam: Die online Seiten von DerWesten.de hatte über die Studie berichtet.

Rechtsanwalt Siegfried Exner, Kiel – www.jur-blog.de

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