, Ber­lin, 7. Mai 2009 – Auf Ein­la­dung von Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Bri­git­te Zy­pries dis­ku­tie­ren heute und mor­gen 250 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer aus über 19 Län­dern über die Zu­kunft des Ur­he­ber­rechts.  Die Kon­fe­renz dient der Be­stands­auf­nah­me der ge­gen­wär­ti­gen Si­tua­ti­on und soll Denk­an­stö­ße für die wei­te­re Ent­wick­lung des Ur­he­ber­rechte auf na­tio­na­ler, eu­ro­päi­scher und in­ter­na­tio­na­ler Ebene geben. Dabei wird vor allem die künf­ti­ge grund­sätz­li­che, kon­zep­tio­nel­le Aus­rich­tung einer Wei­ter­ent­wick­lung des Ur­he­ber­rechts im Mit­tel­punkt der Dis­kus­sio­nen ste­hen. „Al­lein die Stich­wor­te „Goog­le Buch­su­che“, „Di­gi­ta­le Bi­blio­the­ken“, „Open Ac­cess“, „Kul­tur­flat­rate“ und „Mu­sik-​ und Film­pi­ra­te­rie“ zei­gen, dass wir für das Pro­gramm der Kon­fe­renz die Be­rei­che aus­ge­wählt haben, in denen die rechts­po­li­ti­sche Dis­kus­si­on am in­ten­sivs­ten ge­führt wird. […]Das di­gi­ta­le Zeit­al­ter stellt die Rechts­po­li­tik in allen Län­dern vor neue Her­aus­for­de­run­gen. Mo­der­ne Tech­no­lo­gi­en und vor allem das In­ter­net haben den Zu­gang aller zu In­for­ma­tio­nen und ur­he­ber­recht­lich ge­schütz­ten In­hal­ten deut­lich ver­ein­facht. Sie haben Mög­lich­kei­ten der Ver­viel­fäl­ti­gung und der Ver­brei­tung die­ser In­hal­te ge­schaf­fen, die noch vor kur­zem völ­lig un­vor­stell­bar waren. Lei­der wird im In­ter­net auch täg­lich das geis­ti­ge Ei­gen­tum ver­letzt. Viele fra­gen daher, ob wir eine stär­ke­re Re­gu­lie­rung des Net­zes brau­chen“, sagte Zy­pries bei der Er­öff­nung. „Wir wol­len heute und mor­gen das große Ganze in den Blick neh­men. Quer den­ken und vor­den­ken für die Zu­kunft – das ist das Ziel die­ser Kon­fe­renz. Wir müs­sen ge­ra­de wegen der in­ter­na­tio­na­len und eu­ro­päi­schen Vor­ga­ben un­se­ren Blick ins­be­son­de­re dar­auf rich­ten, ob diese Rah­men­be­din­gun­gen noch zeit­ge­mäß sind oder mo­di­fi­ziert wer­den müs­sen“, be­ton­te Zy­pries.

Am ers­ten Ver­an­stal­tungs­tag wer­den Pro­fes­sor Dr. Reto M. Hilty, Di­rek­tor des Max-​Planck-​In­sti­tuts für Geis­ti­ges Ei­gen­tum, Wett­be­werbs-​ und Steu­er­recht, und Pro­fes­sor Diet­mar Har­hoff, Ph. D., Vor­stand des In­sti­tuts für In­no­va­ti­ons­for­schung, Tech­no­lo­gie­ma­nage­ment und En­tre­pre­neurship an der Lud­wigs-​Ma­xi­mi­li­ans-​Uni­ver­si­tät Mün­chen, mit einer rechts­wis­sen­schaft­li­chen und wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Ana­ly­se die in­ter­dis­zi­pli­nä­re Grund­la­ge für die nach­fol­gen­den Dis­kus­sio­nen schaf­fen. An­schlie­ßend wer­den in wei­te­ren Ver­an­stal­tungs­blö­cken die Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter in­ter­na­tio­na­ler Un­ter­neh­men und In­sti­tu­tio­nen sowie Ur­he­ber spe­zi­fisch ihre Vor­stel­lun­gen zu den Be­rei­chen „wis­sens­be­stimm­te Wirt­schaft“ und „Un­ter­hal­tungs­in­dus­trie“ er­ör­tern. Zum Ab­schluss der Ver­an­stal­tung wer­den Herr Fran­cis Gurry, der Ge­ne­ral­di­rek­tor der WIPO, Herr Jac­ques Tou­bon, Mit­glied des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments, und Herr Til­man Lüder, Ver­tre­ter der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on, ihre Vor­stel­lun­gen für die zu­künf­ti­ge Rich­tung der ur­he­ber­recht­li­chen Ge­setz­ge­bung dar­le­gen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen zum Ab­lauf der In­ter­na­tio­na­len Kon­fe­renz zum Ur­he­ber­recht kön­nen dem Pro­gramm ent­nom­men wer­den. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zum Ur­he­ber­recht fin­den Sie unter www.bmj.de/ur­he­ber­recht.

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