Seit der Sendung von Akte09 wird die tuerste Rechnung für Handys gesucht. Besonders Kartendienste und ähnliche Angbote im Ausland führen zu zum Teil verdeckt hohen Kosten. Das Europäische Verbraucherzentrum in Kiel berichtet schon zum Stand: 08.01.2008 über eine Rechnung von mehr als 50.000,- € durch O2. Ein Internetnutzer hatte bei einer ansonsten vorhandenen die Zusatzkosten für Online-Verbindungen übersehen:

„Weil der Wettbewerb beim grenzüberschreitenden Telefonieren mit dem in der EU nicht zu günstigeren Preisen führte, musste die Europäische Kommission im vorletzen Jahr den Mobilfunkbetreibern Beine machen: Sie wurden durch eine Verordnung gezwungen, günstigere Eurotarife anzubieten. So beträgt der Höchstbetrag für im Ausland ausgehende Anrufe derzeit 46 Cent und für dort eingehende Anrufe 22 Cent pro Minute zuzüglich Mehrwertsteuer. Bei den Kosten für mobile Nutzung des Internets im EU-Ausland wird die Europäische Kommission voraussichtlich ebenfalls einschreiten. Dies ist auch dringend nötig, wie der folgende Fall belegt:

Insgesamt 51.716,64 € zuzüglich Mehrwertsteuer wurden einem deutschen Verbraucher vom Anbieter Orange France dafür in Rechnung gestellt, dass er im Dezember 2008 während seines Aufenthaltes in Frankreich insgesamt 13 Stunden Filme auf sein Notebook herunterlud. Abhängig vom Datenvolumen fielen pro halber Stunde Preise von bis zu 1.859,36 € (zuzüglich Mehrwertsteuer) an. Dabei wähnte Herr D. sich als O2 Kunde mit einem Data Flat Tarif auf der sicheren Seite: Mit einer Grundgebühr von 24,99 € war die Nutzung des Internets abgegolten. Dass dies nur im Inland galt, war dem Verbraucher nicht klar. Kein wirklicher Trost: O2 gewährte einen Rabatt von 12.929,16 € so dass insgesamt „nur noch“ 46.182,09 € übrig bleiben.

Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland-Kiel hält dieses Preisgebaren für skandalös, nicht nur, weil Leistung und Gegenleistung in einem Missverhältnis stehen, sondern auch, weil keine Preisklarheit besteht. Verbraucher haben keine realistische Möglichkeit, sich im Voraus über die genauen Kosten der mobilen Nutzung des Internets im EU-Ausland zu informieren.

Mit Hilfe des Europäischen Verbraucherzentrums Frankreich werden wir uns dafür einsetzen, die Kosten auf ein akzeptables Niveau zu senken. Dies heißt auch, dass die für die Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding eingeschaltet werden wird. „

/ Europäisches Verbraucherzentrum Kiel (EVZ)

1 Kommentar zu „EU-Verbraucherzentrum Kiel: Höchste Handy-Rechnung 46.000 EUR für 13 Stunden Internet!“

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