Offensichtlich ist der Wechsel von – Anbietern zurzeit technisch besonders anspruchsvoll. So funktionieren in zahlreichen Fällen die Anschlüsse nicht oder es kommt zu Störungen. Kommt es zu Verbindungsabbrüchen oder erst gar keinen Verbindungen, so wird keine Abhilfe geschaffen. Der Kunde ist den Anbieter ausgeliefert und kommt aus den Jahres- und Zweijahresverträge nur erschwert heraus. Verbraucherschutz findet nicht statt. Statt dessen folgen von den – Anbiertern wiederholt:
– Anforderungen ein Firmware-Update einzuspielen
– Aufforderungen Kabel ein- und abzustecken (u. a. bis hin zu der Folge, dass kein Stromkreis mehr mit der Teilnehmerendleitung besteht und das bei einer Leitung die kein WLAN vorsieht!)
– es wird ein Techniker-Termin angeboten und vereinbart, doch niemand kommt
– oder zahlreiche SMS mit der Aufforderung eine (selbstverständlich kostenpflichtige) Nummer zurückzurufen


(hierzu auch lawblog vom 16.1.2009 im Artikel „Guter Dinge“)

Als die Rechnungen in einem vorliegenden Fall zunächst beanstandet und schließlich nicht bezahlt wurden, gab es dann allerdings eine sofortige Reaktion: Sperre. Sofort nach Antrag auf einstweilige Verfügung mit dem Ziel die Sperre aufzuheben, wurde die Sperre dann vor einer Gerichtsentscheidung tatsächlich aufgehoben. Bei Gericht ging dagegen der Antrag ein, die Kosten habe die Antragstellerin (gesperrte Telefonkundin, deren Anschluss noch nie störungsfrei funktioniert hat) zu tragen. Und die erste Instanz – das AG Montabaur – ist dem auch gefolgt. …
Nun sind wir in der nächsten Instanz, doch kann man da wohl kaum noch „Guter Dinge“ sein. Es wäre jedenfalls angemessen, wenn die Verbraucherverbände aktiv den Flächenbrand der Leistungseinschränkung bei Telefon – Anbietern angehen würden. Es ist ein besserer und effektiverer Verbraucherschutz auf dem Telefonmarkt erforderlich. Derzeit leiden die Kunden an den rechtswidrigen AGB genauso, wie an der Wild-West-Manier mehrerer großer Anbieter. Dem muss Einhalt geboten werden.

Rechtsanwalt Siegfried Exner, Kiel – www.jur-blog.de

Aufschlussreich ist z. B. auch die ähnliche Fallschilderung eines Kollegen – wie schon eben erwähnt – auf

lawblog vom 16.1.2009 im Artikel „Guter Dinge

Die Mandantin hat den Telefonanbieter gewechselt. Von der Firma A. zur Firma V. Am 30. Dezember 2008 wurde der Wechsel, wie angekündigt, vollzogen. Die bis dahin tadellos funktionierenden Leitungen waren tot…
… und erwachten nicht wieder zum Leben. Entgegen der Ankündigung. Die Firma V. kennt auf die Beschwerden der Mandantin nur eine Reaktion: Der Fehler liege in der Hausleitung, dafür sei man nicht verantwortlich. Sogar als SMS wurde der Frau diese Nachricht geschickt. Gleich mehrmals, damit es sich auch einprägt.
Es wäre schon ein ziemlich merkwürdiger Zufall, wenn die Leitungen ausgerechnet an dem Tag kaputtgehen, an dem der Telefonanbieter gewechselt wird. Für den 30. Dezember ist auch nur mäßige Kälte gemeldet, kein Erdbeben. (…)

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