Artikel-Schlagworte: „Community“

OLG Zweibrücken, Urteil vom 14.05.2009, Az. 4 U 139/08 – Eine Urheberrechtsverletzung durch Foren- bzw. Plattformbetreiber im Internet kann auch in einer Foto – Community vorliegen, wenn  ein Personenfoto ohne Einwilligung (Lizenz) des Abgebildeten publiziert wird. Der Betreiber der Plattform haftet aber nicht schon durch Systematisierung und Verkauf der Fotos die Bildrechte. Die Benutzungsrechte wurden – zumindest im vorliegenden Fall – von den Benutzern an die Endkunden eingeräumt. Der Betreiber der Community macht sich durch die Vermittlungstätigkeit nicht die Bilder oder Lizenzrechte zu eigen. Dies geschieht war durch entsprechende Regelungen in  den AGB klar gestellt. Dem kamen daher die Haftungsprivilegien nach TMG zugute; die in erster Instanz erlassene einstweiligeVerfügung wurde daher richtiger Weise aufgehoben.

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eGovernment kommt nicht oft beim Bürger an. Jetzt gibt es eine gesetzliche Regelung für ein Bürgerportal. Dies legt nahe, dass der Staat mit seinem Bürger über ein Portal erreichbar werden will. Ist dies nicht mit dem Auftritt www.bund.de schon geschehen? Offensichtlich sollen aber künftig im Bürgerportal mehr Informationen und Anfragen wie in einer Community behandelt werden. Doch kann man Verwaltunsvorgänge einheitlich und unterschiedlos auf diese Art abwickeln? Der Bundesdatenschutzbeauftragte kritisiert daher zu Recht die fehlende Identifikation des Nutzers einerseits und die mangelnde Anonymität andererseits. Das Ziel „Mit dem Bürgerportalgesetz will das BMI die E-Mail so verbindlich und vertraulich wie die Papierpost machen.“ (PM BMI vom 20. Nov. 08) kann nicht erreicht werden, wenn die Kritik des Datenschutzbeauftragten Schaar nicht aufgegriffen und die entsprechenden Mängel abgestellt werden.
Besser wäre noch der Hinweis des Datenschuztbeauftragten gewesen, dass unterschiedlos verbunden wird, was nicht zusammen gehört.
Wie es aussehen wird? Abschreckend ist hierzu die eingereichtete „Informations“seite des BMI.

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Der Artikel über die wohl prominenteste Business-Plattform in Deutschland, Xing in der FAZ vom 10.08.2008 unter der Überschrift „Die große Zeitvernichtungsmaschine“ fiel deutlich und vernichtend aus: Ziel verfehlt, setzen, sechs! Von der Ankündigung der Business-Plattform geschäftliche Kontakte zu erleichtern oder auch nur zu fördern, hatte der Autor, Friedhelm Weidlich nichts bzw. nicht viel entdecken können. Welche konkreten Erwartungen er hatte und welche Kontaktversuche er unternommen hatte, darüber wird nicht viel berichtet. Dies hätte viel zur Nachvollziehbarkeit des Artikels beigetragen. Dennoch zeigt sich, dass die etablierten Medien nach der ersten Euphorie zunehmend kritisch über die Online-Produkte des Web 2.0 berichten. Dabei wird auch mangelnde Sensibilität mit den Nutzerdaten und dem Umgang mit den Nutzern selbst ebenfalls thematisiert.
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bitkom – Berlin, 12. Februar 2008 – Das BMELV und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) veranstalten heute in Berlin, am „Safer Internet Day“ der EU-Kommission, gemeinsam eine ganztägige Konferenz zur „Sicherung der Identität in der Digitalen Welt“.„Eine der größten Herausforderungen der digitalen Welt ist die Sicherung der Identität und der Schutz vor Missbrauch, wie kriminellen Machenschaften“, sagte Ursula Heinen, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), anlässlich der Eröffnung. Häufig seien IT-Sicherheit und Datenschutz wichtige Themen für Wirtschaft und Politik. Diese würden heute gezielt aus der Verbraucherperspektive diskutiert. „Nur wenn die Verbraucherinnen und Verbraucher Vertrauen in die digitale Technik haben, kann sich ihr Potential voll entfalten“, so Heinen weiter.

Dabei gehe es nicht nur um Sicherheitstipps für Online-Banking und Shopping, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. 18 Prozent der Deutschen stellen heute bereits persönliche Informationen ins Internet, hat eine forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM ergeben. „Unter jungen Anwendern bis 29 Jahre veröffentlicht bereits jeder Zweite eigene Infos im Web“, erklärt Kempf. Online-Netzwerke, auch Communitys genannt, seien die bevorzugten Plattformen. „Einmal erzeugte Informationen halten sich im Netz oft lange“, betont Kempf. Deshalb seien bewusste Entscheidungen wichtig: „Nutzer haben es oft selbst in der Hand, das richtige Maß an Privatsphäre zu wählen – dabei wollen wir gemeinsam mit der Bundesregierung die Verbraucher unterstützen.“ So empfiehlt der BITKOM, mit privaten Daten sparsam zu sein und die Datenschutzerklärung der Anbieter zu prüfen.

Zur Absicherung von Internet-Transaktionen wünscht sich eine Mehrheit der deutschen Internet-Surfer einen elektronischen Personalausweis. Dieser ist für 2009 geplant und soll dank eines Chips auch Web-Dienste sicherer machen. 55 Prozent der Internet-Nutzer würden den digitalen Ausweis beim Online-Banking einsetzen, ergab eine repräsentative Umfrage von forsa im BITKOM-Auftrag. Fast ebenso viele Surfer, 54 Prozent, würden damit staatliche Online-Dienste nutzen. Jeweils rund 40 Prozent der deutschen Web-Nutzer sehen im elektronischen Personalausweis einen Sicherheitsgewinn für Auktionen und den Einkauf im Netz. „Das ist ein beeindruckendes Votum für die Einführung dieser Technologie“, kommentiert Kempf. „Sie hilft Staat, Wirtschaft und Verbrauchern zugleich.“

Bereits vor einem Jahr hatte Bundesverbraucherminister Horst Seehofer die Charta „Verbrauchersouveränität in der digitalen Welt“ vorgestellt. Sicherheit in der digitalen Welt ist darin eines der Kernprinzipien und der Schutz vor Identitätsmissbrauch eine der großen Herausforderungen, die mit der heutigen Konferenz aufgegriffen werden.

Aktivitäten des BMELV im Bereich Verbraucherschutz in der digitalen Welt umfassen weitere Bereiche, wie z.B. den Schutz vor Kostenfallen im Internet und eine Verbesserung des Kunden-Service. Hierzu hat das BMELV im vergangenen Jahr gemeinsam mit führenden Unternehmen der Branche der Informations- und Kommunikationstechnik und dem Verbraucherzentrale Bundesverband sowie weiteren Ministerien (BMWi, BMFSFJ) im Rahmen des Zweiten Nationalen IT-Gipfels einen „Leitfaden für die verbraucherfreundliche Kundenbetreuung“ in dieser Branche entwickelt.

Der BITKOM beteiligt sich neben eigenen Verbraucherinformationen maßgeblich an der Initiative „Deutschland sicher im Netz e.V.“ (DSiN), die über Risiken im Internet aufklärt und praktische Lösungen anbietet. DSiN ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Verbände, Unternehmen und Institutionen unter Schirmherrschaft des Bundesinnenministeriums. „Hier bekommen Unternehmen, Privatnutzer und Jugendliche Tipps zum sicheren Surfen“, erklärt BITKOM-Präsidiumsmitglied Kempf. Zugleich ist der Hightech-Verband Gründungsmitglied der Initiative „Ein Netz für Kinder“. Diese hat mit der Webseite fragfinn.de einen sicheren Surfraum für den Nachwuchs geschaffen.

Pressemitteilung der bitkom – www.bitkom.de

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