Nach einer Mitteilung der NRW sind die Preissuchmaschinen kein Wundermittel für Markttransparenz. In einer Pressemitteilung der VZ NRRW vom 12.02.2009 heißt es, „Jeder dritte der angezeigten Bestpreise war bei einer Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW unpräzise oder falsch. Vor allem bei den Versandkosten patzten die sechs begutachteten Preisbrecher.“ Dabei waren jedoch die Preise des Einzelhandels regelmäßig unterboten worden. Die Ersparnisse betrugen trotz anderer Widrigkeiten 15% und mehr. Bei den Ergebnissen waren jedoch Versandkosten für den oft nicht angegeben, was auch juristisch nicht mehr zulässig ist. Die Verbraucherzentrale hielt daher eine Warnung für den für erforderlich.

Praxis-Tipp: Bei größeren Anschaffungen und schwer versendbaren Gütern lohnt sich der Blick in mehrere Preisssuchmaschinen. Auf die Versandkosten sollte zusätzlich immer geachtet werden.

Auf einen weiteren Punkt sollte man – auch beinoch so günstigem Kaufpreis-  achten, nämlich die angegebenen Lieferzeiten. Dies hatte insb. DerWesten in einem Artikel vom 14.02.2009 (Verbraucherschützer raten bei Preissuchmaschinen zur Vorsicht
Technik, 14.02.2009, DerWesten) zu der Untersuchung zum Verbraucherschutz hervorgehoben.
Rechtsanwalt Siegfried Exner, Kiel, www.jur-blog.de

Zu dem durchgeführten Test:

Verbraucherzentrale NRW nimmt Preissuchmaschinen ins Visier

PM der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, 12.02.2009
(…) Die Tester bemühten sechs Kandidaten: Billiger.de, Evendi.de, Guenstiger.de, Idealo.de, Kelkoo.de, und Meta-Preisvergleich.de. Jeder sollte zeigen, um wie viel Prozent er fünf unverbindliche Preisempfehlungen von Herstellern (UVP) unterbieten kann. Als besondere Herausforderung galt es, zusätzlich fünf Schnäppchenpreise aus Prospekten des stationären Elektrohandels zu knacken.
Das erfreuliche Ergebnis: Die Vergleichsportale hatten keinerlei Mühe mit den Herstellerpreisen. Die UVP wurden im Durchschnitt um knapp 30 Prozent, in der Spitze sogar um bis zu 45 Prozent unterboten.
Die Kehrseite: Bei 12 von 30 Versuchen scheiterten die sechs Suchmaschinen an den Reklameofferten. Dreimal versagte Kelkoo.de, je zweimal die Konkurrenz. Lediglich Evendi.de gelang es vier der fünf Sonderangebote zu knacken. Tröstlich immerhin: Wenn die Schnäppchen des Einzelhandels geschlagen wurden, dann durchschnittlich um über 15 Prozent, in Einzelfällen sogar um über 20 Prozent.
(…)
Trotz aller Sparerfolge – oftmals stießen die Tester der Verbraucherzentrale NRW auf Widrigkeiten. So war beispielsweise mehr als jeder dritte angezeigte Endpreis unpräzise oder falsch. Keine Suchmaschine blieb hier fehlerfrei. Negative Spitze waren Meta-Preisvergleich.de mit sieben, und Guenstiger.de mit sechs Patzern. Die Konkurrenz war mit zwei bis drei Fehlern dabei.
Die Portale zeigten sich vor allem bei separat auszuweisenden Versandkosten überfordert. In fast jedem dritten Fall (18-mal) wurden die erst gar nicht benannt, oder sie wichen zum Teil deutlich (20 bis 35 Euro) nach oben oder nach unten von der Angabe der Onlineshops ab. Vor allem bei gestaffelten Versandkosten und zusätzlichen Verpackungspauschalen zeigten sich Diskrepanzen. In vier Fällen gelang es Suchmaschinen nicht mal, den Produktpreis für Fernseher und Küchenmaschine korrekt aufzulisten. Hier fanden die Tester Unterschiede bis zu 140 Euro. (…)

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